Sehenswürdigkeiten in Ulm 
Sehenswürdigkeiten in Ulm

Sehenswürdigkeiten in Ulm


Bundesfestung

Das Städtchen Ulm ist nicht nur für sein Münster bekannt. Hier befindet sich eine der bedeutendsten Festungsanlagen Deutschlands. Neben Landau, Luxemburg, Mainz und Rastatt gehörte die Festung Ulm zum Deutschen Bund und entstand im 19. Jahrhundert. Nach Napoleons Niederlage sollten die Bundesfestungen mehr Sicherheit bringen. Das sollte nicht nur durch politische Maßnahmen, sondern auch durch militärische Einrichtungen geschehen. So erhielten die Bundesfestungen auch den Namen, da der Deutsche Bund für die Baukosten aufkam. In Ulm wurde zwischen 1842 und 1859 entsprechend gebaut. Die Festung sollte in Zeiten des Friedens rund 5.000 Soldaten als Kaserne dienen, im Kriegsfall sollten hier 20.000 Soldaten aus Württemberg, Bayern und Österreich leben können. Den Bau leiteten Moritz von Prittwitz und Major von Hildebrandt. Der spezielle, Polygon-Bau löste die ehemaligen Bastionsbauten ab. Lange gerade Mauerzüge und mehrstöckige Kasemattbauten sind Kennzeichen des neuen Festungsstils. Dazu kamen einige Außenforts, die zusätzlichen Schutz bieten sollten. Einbezogen wurden auch die Höhenzüge im Westen, der Kuhberg, im Norden der Eselsberg und Michelsberg sowie im Nordosten der Safranberg. Außerdem schuf die Donau die Möglichkeiten zu Befestigungsgräben. Mit der Festung wurde Ulm Garnisonsstadt, was bis heute spürbar ist. Zu der Bundesfestung gehört zum Beispiel die Zitadelle Wilhelmsburg auf dem Michelsberg. Die Festung zieht sich als geschlossener Mauerzug um Ulm und Neu-Ulm. Heute muss die Festung zum Erhalt saniert werden, da der Zweite Weltkrieg einige Anlagen der Festung zerstört hatte, wenngleich einige Teile weitgehend erhalten sind. Abgesehen davon wurde die Festung nie in ernsthafte Kriegshandlungen involviert. Die Festungsanlage prägen das Stadtbild von Ulm und Neu-Ulm, vereinzelt nutzen kulturelle Einrichtungen die Bauten.








Fischer-_und_gerberviertel

Wer in Ulm zu Besuch ist, sollte nicht nur das Ulmer Münster gesehen haben. Die Altstadt ist reizvoll und ideal für einen kleinen Stadtbummel. Ein Abstecher führt dabei in das historische Fischer- und Gerber-Viertel. Seit einigen Jahrzehnten wird dieses Kleinod nun liebevoll restauriert. Da ist zunächst der Weinhof und das Schwörhaus. Hier fanden Weinmärkte statt, im Mittelalter stand hier die Königspfalz. Bis heute leistet hier der Oberbürgermeister immer im Juli einen historischen Eid auf die Verfassung der Stadt. Zudem ist heute das Stadtarchiv hier untergebracht, ebenso wie das Haus der Stadtgeschichte. Das Schiefe Haus trägt seinen Namen durch bauliche Maßnahmen im 15. Jahrhundert. Das Fachwerkhaus dient heute nach einigen Umbauten als Hotel. Gegenüber des Schiefen Hauses befindet sich die Alte Münz. Bis ins 17. Jahrhundert besaß Ulm eine Münzprägestätte. Das Haus diente bis 1900 als Ölmühle und als Fabrik, woran das Wasserrad an der Südseite erinnert. Das mittelalterliche Gebäude bekam während des 30-jährigen Krieges einen Fachwerk-Aufsatz. Ein Stückchen weiter, am Saumarkt, finden sich Überreste einer Backsteinmauer. Diese Reste einer Befestigungsanlage, der Bastion Lauseck, stammen aus dem Jahr 1527, die Stadtmauer wurde von Napoleons Armee jedoch geschleift. Auf dieser Anhöhe, der Wilhelmshöhe, haben Besucher einen tollen Blick über die Stadt und die Donau. Die Kinder können sich auf einem Spielplatz die Zeit vertreiben. Im Norden des Viertels stehen noch Reste einer Befestigungsmauer aus der Staufer-Zeit. Ulm war Königsresidenz, die jedoch im Mittelalter im Streit zerstört wurde. Die Mauer wurde wohl um 1200 errichtet.


Ulmer Münster

Das Ulmer Münster liegt mitten in Ulm und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Auch an Parkgelegenheiten fehlt es nicht. Der Turm des Münsters ist mit seinen 161,53 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Das Gebäude ist 123,56 Meter lang und 48,8 Meter breit. Das Kirchenschiff hat eine Höhe von 41,6 Meter und die Seitenschiffe eine Höhe von 20,55 Meter. Das Gotteshaus gehört zu den Kirchen, die erst Ende des 19 Jahrhunderts vollendet wurden. Ursprünglich sollte das Münster eine bürgerliche Kirche sein, die von den damaligen Einwohnern Ulms finanziert wurde. Die Grundsteinlegung fand im Jahre 1377 statt und es wurde 1890 vollendet. Den Hauptturm kann der Besucher über 768 Stufen besteigen und gelangt in 143 Meter Höhe auf eine Aussichtsplattform, von der er eine beeindruckende Aussicht über Ulm und Umgebung hat. Weiterhin beeindruckend sind die Darstellungen des Jüngsten Gerichts im Hauptportal und die Darstellungen der Schöpfergeschichte, welche schätzungsweise um 1380 entstanden sind. So ist zum Beispiel dargestellt, dass Gott die Erde als Kugel erschafft. Ein Beweis dafür dass man im Mittelalter wusste dass die Erde eine Kugel ist !? Desweiteren ist das Hauptportal mit etlichen Heiligenfiguren aus Holz bestückt die prächtig anzusehen sind. Alle Kunstwerke haben einen tiefen theologischen Hintergrund und der Besucher verläuft sich beim Betrachten in die biblischen Geschichten. Das Ulmer Münster verfügt weiterhin über dreizehn Glocken die im Hauptturm hängen. Bis 1953 mussten die sie noch von Hand geläutet werden, ab 1953 wurden diese motorisiert. Nach der Besichtigung kann man sich in einem der zahlreichen guten Cafés niederlassen oder in der Ulmer City flanieren.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Ulm

Bundesland:
Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:
Tübingen

Landkreis:
Stadtkreis

Höhe:
479 m ü. NN

Fläche:
118,69 km²

Einwohner:
122.087

Autokennzeichen:
UL

Vorwahl:
0731, 07304,07305, 07346

Gemeinde-
schlüssel:

08 4 21 000



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